Cannobio am Lago Maggiore bietet eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten

Bild vom Ufer von Cannobio

Cannobio liegt am Westufer des Lago Maggiore und hat etwa 5 000 Einwohner. Für Autofahrer aus nördlicher Richtung ist Cannobio die erste größere Ortschaft auf der italienischen Seite. Mit seinen großzügigen Badestränden, der weitläufigen Uferpromenade und der historischen Altstadt bietet die Kleinstadt eine bunte Mischung.

Cannobio bietet eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten, die man im historischen Stadtkern findet. Dazu gehört vor allem die Wallfahrtskirche Santissima Pieta aus dem 17. Jahrhundert. Diese prächtig ausgestattete Kuppelkirche gilt als bedeutendster Kirchenbau am Westufer des Lago Maggiore. Während der Außenbau mit Pilastern, Rundbögen und Barockgiebeln sehr elegant wirkt, ist der Innenraum mit Fresken, Tonnengewölbe und Blattgold überaus opulent. Für Kunstinteressierte gehört die Wallfahrtskirche von Cannobio zum absoluten Pflichtprogramm. Auch die Pfarrkirche San Vittore mit romanischem Turm und das frühgotische Rathaus gehören zu den auffälligsten Bauwerken. Bei den Profanbauten zählt der Palazzo della Ragione zu den interessantesten Bauten. Dieses Gerichtsgebäude stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde mit Tonnengewölbe und Granitquadern errichtet. Heute befinden sich im Palazzo die Touristen-Information und das Rathaus.

Spaziergänger können auf der weiträumigen Uferpromenade flanieren, die mit Patrizierhäusern aus dem 16. Jahrhundert bebaut ist. Die sogenannte Via Magistris ist sehr breit angelegt und führt direkt an den Anlegestellen des Hafens vorbei. Wer eine Pause einlegen möchte, kann in den zahlreichen Restaurants und Cafes einkehren. Unter den Arkaden der Häuser gibt es viele verschiedene Läden und Besucher können dabei auf eine große gastronomische Vielfalt zurückgreifen. Zum Abend verwandelt sich die Uferpromenade in eine gut besuchte Fußgängerzone.

Für Badegäste gibt es in Cannobio viele Möglichkeiten. Direkt am See können Urlauber am weitläufigen Kiesstrand schwimmen und baden. Sandstrände findet man an der Flussmündung des Cannobino. Dieses Gewässer durchfließt das nördliche Stadtgebiet und führt im Hochsommer nur Niedrigwasser- Familien mit Kleinkindern können hier also ungestört baden. Hinter dem Stadtgebiet verläuft der Fluss entlang der Berge und die dortigen Flussbadestellen haben Sandstrände und werden von Paddlern und Kanuten genutzt. Auch für Mountainbiker und Jogger ist diese Gegend gut geeignet.

Für Ausflüge ins Umland empfiehlt sich ein Besuch der Orrido di Sant Anna- eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert, die auf einer engen Schlucht im Gebirge steht. Auf 2 schmalen Brückenbögen gelangt man über einen tosenden Wildbach zur Kirche. Das Kircheninnere zeigt die Vita der heiligen Anna und in der Apsis kann man alte Fresken bewundern. Im benachbarten Restaurant können sich Urlauber vom Aufstieg stärken oder an den Badestellen das kühle Wasser genießen.