Morcote am Fuße des Monte Arbòstora

Morcote ist ein wunderschöner, sehr kleiner Ort mit 726 Einwohnern am Luganer See. Das kleine Örtchen liegt im Kreis Varona im Bezirk Lugano im Kanton Tessin und gehört zur italienischen Schweiz. Morcote hat eine lange Geschichte als Fischerort und Handelsstation und wurde das erste Mal im Jahr 926 in Urkunden genannt. Das bezaubernde Städtchen liegt auf der Landzunge des Ceresio, die in den Luganer See hineinragt. Die verwinkelten Gassen, mondänen Palazzi und Herrenhäuser mit wundervoll geschmückten Fassaden und romantische Laubengänge führen die Besucher zurück in die Vergangenheit. Die Fassaden der herrlichen Häuser der Altstadt spiegeln sich im See wieder – ein traumhafter Anblick. Das frühere Fischerdörfchen liegt idyllisch auf der Landzunge und strahlt einen verträumten Charme aus. Über dem kleinen Örtchen schaut die Wallfahrtskirche Santa Maria del Sasso über den See. Die Scala Monumentale, eine 400 Stufen hohe alte Treppe führt hinauf zu der Kirche aus dem 13. Jahrhundert und ist ein architektonisches Juwel. Hier kann man wundervolle Fresken aus der Zeit der Renaissance und eine sehr kostbare Orgel bestaunen. Der Blick über den Luganer See bis zum anderen Seeufer und den dahinter liegenden Bergketten ist atemberaubend schön.

Morcote, das früher vom Fischfang lebte und später vom Handel, erlangt seine atemberaubende Schönheit durch die typischen Gassen aus alten Zeiten, wundervolle Laubengänge und reich verzierte Patrizierhäuser. Die faszinierenden architektonischen Highlights liegen inmitten von einer üppigen, reich blühenden mediterranen Pflanzenwelt und schmiegen sich idyllisch an den Hang des Monte Arbostora. Das kleine Städtchen liegt nur 10 Kilometer von Lugano. Es ist aber ein typisches italienisches Fischerdorf. Der Name Morcote leitet sich aus der römischen, lateinisch sprechenden Zeit ab. Mora bedeutet steiniges Gelände und Kaput kommt von Kopf oder Ende. Wenn es man so übersetzt, dann bedeutet der Ortsname Ende des Felsens und Spitze der Halbinsel. Die Architektur der historischen Gebäude ist faszinierend. Den mittelalterlichen Torre del Capitano muss man gesehen haben, mit seinen spitzbogigen Fenstern. Die alte Burg aus dem Jahr 1100 war durch Festungsmauern mit Wehrtürmen mit dem Dorf am Seeufer verbunden. Zwei geheimnisvolle unterirdische Gänge verbanden die Burg mit dem Fischerdorf unten am Luganer See.

In Morcote findet man die schönsten Laubengänge des Tessins. Zwischen 1300 und 1500 wurden aus Säulen und Steinen verlassener Häuser des Fischerdorfs wunderschöne Laubengänge zwischen den herrschaftlichen Häusern des Ortes gezogen. 1862 wurden leider 14 Bogen des Laubengangs und 7 Häuser mit einem Erdrutsch in den See gerissen. Wundervoll ist es, den Lehrpfad der Sinne mit 20 wundervollen Lehrstationen zu erwandern. Hier kann man in den idyllischen und dichten Wäldern der Umgebung die Natur mit allen Sinnen kennenlernen. Bei der Wanderung wird man durch wundervolle Aussichten auf den See und seine Umgebung belohnt. Eine 1 1/2 stündige Wanderung führt nach Melide, wo man die Swissminiature besichtigen kann, eine Open-Air-Miniaturwelt. Hier kann man die malerischsten Städtchen der Schweiz im Kleinformat kennenlernen. Der historisch wichtige Hafen lädt heute zu romantischen Spaziergängen in der Abendsonne ein. Hier hat man einem tollen Blick auf die vor sich hindümpelnden Boote und die sich spiegelnden Lichter im See.

Der Ort liegt unwahrscheinlich schön umrahmt vom kristallklaren Luganer See, tiefgrünenWäldern und reichen Weinbergen. Die Burg und die Wallfahrtskirche schauen erhaben über das ruhige und beschauliche Fischerdorf. Der Blick vom See aus auf das kleine Dörfchen war schon in der Geschichte Motiv für viele Bilder und Fotos. Besonders sehenswert ist der Parco Scherrer, ein von einem privaten Naturliebhaber und Kunstsammler errichteter Park der Superlative. Hier wachsen all die wundervollen Pflanzen der subtropischen Vegetation der Gegend von Palmen, über Kamelien und Oleander bis zu Zitronenbäumchen und Bambus. Der Park ist eine Oase der Erholung voller lieblicher Düfte und Farbenpracht. Der Textilkaufmann Scherrer hatte aus der ganzen Welt Kunstwerke mit gebracht und baute in den Park die unterschiedlichsten Bauwerke der Welt. Auch historische, typische Tessiner Bauwerke hat er abtragen und im Park aufbauen lassen. Im Park macht der Besucher eine Reise durch die Zeit, die Menschheitsgeschichte und deren faszinierenden Kulturen.