Sehenswertes in Verbania

In der Region Piemont am westlichen Ufer des Lago Maggiore liegt die Stadt Verbania. Sie entstand 1939 durch die Fusion der beiden Städte Intra und Pallanza. Mit ihren über 30.000 Einwohnern zählt sie zu einer der größten Städte am Lago Maggiore.

Hauptanziehungspunkte für Touristen sind in Verbania die sehenswerten Gartenanlagen. Nicht umsonst wird die Stadt als ein „Garten am See“ bezeichnet. Viele dieser faszinierenden Gärten mit ihrer höchst beeindruckender Flora können heute von Besuchern bestaunt werden. Als erste Adresse ist an dieser Stelle die Villa Taranto zu nennen. Das Gebäude selbst wurde im Jahre 1870 von Conte Alessandro Orsetti errichtet und liegt auf einer Landzunge, die Intra von Pallanza trennt, der Punta della Castagniola. Bereits in den 30er Jahren wurde mit der Anlage des gigantischen Gartens durch den Schotten Neil Boyd McEacharn um die Villa Taranto herum begonnen. Dieser umfasst heute ein riesiges Parkgelände von 20 Hektar. Die Villa selber steht dem Besucher nicht offen, dafür kann er auf der imposanten Grünanlage um die Villa herum eintauchen in das Reich der Blumen und Pflanzen. Zwischen dem Lago Maggiore und den Bergen gelegen, bietet die Anlage dem Besucher eine Vielfalt von über 20.000 Pflanzenarten, deren Artenreichtum und Wachstum auch dem milden Klima des südlich des Lago Maggiore gelegenen Verbania zu verdanken ist. Gartenanlagen im englischen und italienischen Stil verzaubern den Besucher, das Bild wird abgerundet und ergänzt durch Brunnen und Wasserfälle. Auch zahlreiche Gewächshäuser mit den verschiedensten tropischen Pflanzen und dem wertvollen Arboretum, eine Anpflanzung tropischer Gehölze, die nicht in Pflanzgefäßen kultiviert werden, sind dort zu bewundern. Gleich angrenzend befinden sich auf acht Hektar die Gärten der Villa San Remigio im eklektischen Stil. Eine weitere florale Anlage ist der Garten der Villa Giulia, der heute als öffentlicher Park genutzt wird.

Wer sich für religiöse Bauwerke interessiert, sollte in Verbania auf jeden Fall die Chiesa della Madonna di Campagna besuchen. Der Glockenturm stammt noch aus dem 11. Jahrhundert, der andere Teil der Kirche wurde im 16. Jahrhundert umgebaut. Im Inneren der Kirche kann man Fresken von Bernardino Lanino aus dem 16. Jahrhundert betrachten, sowie einen Freskenzyklus des Marienlebens von Carlo Urbino und Aurelio Luini. Weiterhin finden sich dort Ölgemälde aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die aus der Hand des Malers Camillo Procaccini stammen.

Der Palazzo Viano Dugnani im barocken Stil bietet dem kunstinteressierten Reisenden eine Sammlung von Gemälden der piemontesischen und lombardischen Schule des 19. und 20. Jahrhunderts. Zur Ausstattung gehören ebenfalls Skulpturen des Arturo Martini, sowie eine Gipsothek. Das Museum ist montags geschlossen und an den restlichen Tagen von 10.00–12.00 Uhr, sowie von 15.30-18.30 Uhr geöffnet.