Die Inselgruppe Spitzbergen in der Grönlandsee

Die Grönlandsee ist ein Nebenmeer des Arktischen Ozeans und verfügt über eine Million Quadratkilometer an Größe. Sie entfaltet sich zwischen Grönlands Ostküste, Islands Nordküste, Jan Mayen und Spitzbergen. Ihr Wasservolumen beträgt 2.408.000 km³. Gemeinsam mit der Barentssee und dem Labradorsee gehört sie zu den wichtigsten Entstehungsorten von kaltem Tiefenwasser. Zugehörig zur Grönlandsee ist auch die tiefste Stelle unter dem Meeresspiegel, das Molloytief.

Die Grönlandsee besteht aus drei verschiedenen Becken:

• Islandbecken
• kleines Jan-Mayen-Becken
• großes Grönlandbecken

Dauerhaft mit Meereis bedeckt ist die Ostküste Grönlands, im April ist sie am größten und im September ist sie am kleinsten.

Die Grönlandsee wird in 5 größere Wassermengen unterteilt:

• arktisches Oberflächenwasser
• Grönlandseeoberflächenwasser
• intermediäres Wasser
• atlantisches Wasser
• europäisches Nordmeer

Über der Grönlandsee befinden sich zwei verschiedene Luftmassen, zum einen die arktische und zum anderen die polare. Dort wo sich die beiden „vermischen“ gibt es häufig Wirbelstürme. Etwa 8 – 9 Grad betragen die maximalen Lufttemperaturen im gesamten Meer im Sommer, im Winter sinken sie in der südlichen Hälfte auf -10 Grad und im nördlichen Teil auf -37 Grad.

Spitzbergen

Spitzbergen ist eine Inselgruppe im Nordatlantik und Arktischen Ozean, die von Norwegen verwaltet wird. Die Inseln liegen nördlich des Polarkreises.

Die Besiedlung Spitzbergens erfolgte in erster Linie ab etwa 1900 wegen reicher Kohlevorkommen. Heutzutage wird in dieser Region Arktisforschung betrieben.

Unterteilt werden können sie in mehrere große Inseln:

Spitzbergen
Nordostland
Barentsøya
Edgeøya
Prinz-Karl-Vorland
Bäreninsel
Hopen
König-Karl-Land
Kvitøya

Spitzbergen trennt die Grönlandsee, das Europäische Nordmeer und die Barentssee. Nördlich von ihr liegt das Nordpolarmeer. Die Küstenregionen sind im Sommer eisfrei, doch im Winter kann das Packeis durchaus auch sehr heftig ausfallen. An den Küsten gibt es unzählige Fjorde, ohne Boot wäre man auf Spitzbergen aufgeschmissen.

Die höchste Erhebung ist der Newtontoppen und der größte europäische Gletscher Austfonna befindet sich auch in dieser Inselgruppe. Teile der Inselgruppe sind immer wieder der tektonischen Aktivität ausgesetzt, aufgrund dessen vereinzelt leichte Erdbeben auftreten.

Einwohner

Spitzbergen hat heute etwa 2.700 bis 2.900 dauerhafte Bewohner. Der wichtigste Ort der Inselgruppe ist Longyearbyen auf der Insel Spitzbergen selber. Er beherbergt ca. 1.800 Einwohner. Wie bereits zuvor erwähnt ist hier das arktische Forschungszentrum angesiedelt. Es steht auch die Universität und das norwegisch-internationale Forschungszentrum in diesem Ort, in Svea arbeiten Grubenarbeiter und auch eine polnische Forschungsstation am Hornsund wurde errichtet. Einige Kohlegruben und Siedlungen wurden aufgegeben.

Klima

Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei −4,4 °C. Im Sommer liegen die Temperaturen zwischen −2 °C und +17 °C, im Winter zwischen −25 °C und +5 °C. Zu dieser Zeit gibt es häufig Schneefall und Nebel.

Das Klima ist arktisch, quer durch das ganze Jahr kühl mit regelmäßigen, aber geringen Niederschlägen. Im Sommer werden die Küstenregionen für einige Wochen schneefrei, im Winter frieren die Fjorde gelegentlich zu. Der Westspitzbergenstrom ist dafür verantwortlich, dass diese Inseln überhaupt bewohnbar sind, denn er ist ein Ausläufer des Golfstroms entlang der Westküste und bringt einigermaßen warmes Wasser ins Nordpolarmeer.